April – Mai 2011 (deutsch)

Die Reise von Zürich nach Varadero mit edelweiss air (Sponsor von Camaquito) verlief sehr positiv. Mit den 100kg Gepäck gab es nur die erwartete Hürde am kubanischen Zoll, ca. 2h verlief das Prozedere. Auf jeden Fall war ich der letzte der das Terminal verlassen konnte. Die Beamten waren höflich. Am meisten Diskussion gaben die zwei Kartone Camaquito Ballettbücher. Jedes Foto wurde angeschaut und der Text wurde genaustens gelesen. Die Beamtinnen und Beamten fanden einfach das Buch interessant, als das es sich wirklich um eine strenge Kontrolle handelte. Das Ballettbuch kann bei Camaquito bestellt werden (http://www.camaquito.org/de/projekte/kulturprojekte/19/). Der Erlös geht direkt auf das Spendenkonto (90-161400-1)

Erste Kontakte mit den Einheimischen gab es im Café Literario. Cafe Literario ist ein erfolgreiches Camaquito Projekt. Im Parterre hat es ein Café und gilt als Treffpunkt von kulturell interessierten Teenagern. Der erste Stock wird für Konzerte, Kunst und anderen kulturelle Aktivitäten genutzt. Café Literario wird auch Associacion Hermanos Saiz (existiert seit 25 Jahre) genannt.

Camaquito Projekte
Vieles kam anderst als erwartet. Das heisst mein Aufgabenbereich ist wesentlich grösser als angenommen, was den Einsatz noch interessanter macht. Nebenbei kommen regelmässig Reisegruppen nach Camagüey, wo sich jeweils sehr gute Gelegenheiten anbieten Camaquito vor Ort zu präsentieren. Sehr spannend weil man die verschiedensten Leute trifft und interessante Gespräche führen kann. Erwähnenswert ist als wir einer taubstummen Reisegruppe Camaquito präsentierten. Ohne grossen Aufwand fanden wir eine Kubanerin, die das gesprochene auf Deutsch in Zeichensprache für die Reisegruppe übersetzte. Sicher einmal mehr ein Zeichen, dass Bildung grosse Bedeutung in Kuba hat.

Energie / Umwelt / Wasserprojekte
Wasserversorgung:
In Kuba ist die Wasserversorgung nach wie vor nicht in alle Haushalte gewährleistet. Ziel ist es noch mehr Wasserpumpstationen zu bauen, dass jeder Zugang zu Wasser hat (Realisierung von Camaquito Wasserprojekte dauern ca. 1 Jahr). Ausserdem sind viele der Zisternen LKW’s, die ebenfalls wichtig für die Wasserversorgung sind auch für kubanische Verhältnisse schrottreif.

Abwasserentsorgung / Wartung:
Das Abwassersystem ist total veraltet und die Wartung wurde wegen fehlender Infrastruktur und Ausrüstung vernachlässigt.
Wasseraufheizung:
In den meisten Spitälern und Entbindungskliniken fehlt es an dem dringend notwendig benötigten heissen Wasser, das nun mit Solarenergietechnik aufgeheizt werden soll (www.cubasolar.cu).

Aktuell unterstützt Camaquito das Projekt “San Bernardo” mit 27kEUR. Es fehlen nach wie vor 23kEUR zur Realisierung. Die anderen Projekte sind aufgegleist für den Evaluierungsprozess, der nun sämtliche staatliche Ebenen durchlaufen muss, bis ein Projekt realisiert werden kann.

Folgende Camaquito Wasserprojekte wurden in der Vergangenheit erfolgreich realisiert:
Zanjon
antes despues Zanjón
Batalla Santa Clara
Batalla de Santa Clara._pdf
La Yaya
La Yaya.pdf

Mit den staatlichen Firmen Acueducto, CITA (Centro Integrado de Tecnologías del Agua) und privaten Organisation ACTAF (Asociación Cubana de Técnicos Agrícolas y Forestales) evaluieren wir zur Zeit folgende

Projekte:
Trinkwasser Institut Camagüey / Projekte Acueducto
1_Equipos para la Operación y Mantenimiento de las redes técnicas de la Provincia Camaguey._pdf 
2_SANITARIAS y SANEAMIENTO AMBIENTAL_CARROS FOSAS

3_Proyecto rehabilitación acueducto san bernardo
4_Necesidad de recursos para la sostenibilidad de la cloracion._pdf
5_Herramientas y Accesorios para fortalecer la actividad de Saneamiento ambiental._pdf

Erneuerbare Energien & Technologie für Trinkwasserversorgung / CITA

CITA general infos
CITA_Caracterización

 




Projekte CITA
Proyecto Program
Proyecto Rehabilitation

ACTAF
ACTAF General Infos

Projekte ACTAF
ACTAF_Energias renovables paraproducciones mA

ACTAF Cienci Verde

Biogas Projekte:
Vor einigen Jahren wurde nach Kuba eine unerwünschte Pflanze (Marabu, siehe Foto) eingeschleppt. Unterdessen hat man jedoch einen Nutzen dieser Pflanze herausgefunden. Mit dieser Pflanze kann Biogas hergestellt werden. Daraus wird effizient und umweltfreundlich Energie gewonnen. Das Hauptproblem ist das pflücken der Marabu Pflanze, weil diese sozusagen nur aus Stacheln besteht.


Sportprojekt “viva el fútbol”
Teil des Camaquito Fussball Projekts “viva el fútbol” (www.vivaelfutbol.org) ist das Kinderufssballprogramm „fútbol en los barrios“ (Fussball in den Quartieren). Es umfasst fünf Barrios (Quartiere) in der drittgrössten Stadt von Kuba in Camagüey: “Agramonte”, “Mella”, “Centro”, “Lenin” und “La Vigía”. Zur Zeit besuche ich täglich die Barrios und nehme aktiv am Training der Kinder teil, um einen Verbesserungsplan der Infrastruktur, Logistik und Entwicklung des Kinderfussballs in Camagüey aufzustellen. Erwähnenswert ist das sehr respektvolle Verhalten der Trainer, die eine grosse Aufgabe haben. Fussball ist Teil des Schulstundenplanes. Täglich von 16:30 – 18:00 finden die Fussballtrainings / Turnstunde statt. Viele Kinder spielen barfuss, die Plätze sind uneben und Fussballtore fehlen. Oft werden die Trainings gestört bzw. die Fussballplätze noch von anderen Einflüssen, z.Bsp. durch Tiere (Hühner, Pferde, Schweine, usw.), Fahrzeuge oder Spaziergänger, weil man nicht sieht das es Fussballfelder sind. Trotzdem die Kinder sind sehr motiviert, obwohl sozusagen keine Infrastuktur für Fussball vorhanden ist. Das Projekt „viva el futbol“ wurde 2006 ins Leben gerufen. Das Kinderfussballprogramm „fútbol en los barrios“, das ich betreue, hat nebst der Verbesserung der Infrastruktur und Logistik das Ziel  Kinderfussballturniere in den Quartieren mit FIFA Fútbol 7 regeln (kindergerechter Fussball mit kleineren Spielfeldern, kleineren Toren und Ball) in Camagüey zu realiserien. Fussball mit 7 Spielern pro Mannschaft, kleinen 5m Toren und Fussballfeld wurde bis jetzt in Kuba nicht praktiziert. Wir wollen wöchentlich Fussballspiele für Mädchen und Knaben zwischen den Quartieren mit den verschiedenen Altersklassen veranstalten. Der soziale Aspekt, den Kindern eine Freizeitbeschäftigung zu ermöglichen und während den Spielen andere Quartiere besuchen zu können, die wiederum wervolle Kontakte schaffen, spielt dabei eine sehr wichtige Rolle. Dort setzt Camaquito Schwerpunkte. Nebst der Infrastruktur muss auch das logistische, d.h. Transport, Verpflegung, Schulplan berücksichtigt werden. Regelmässig besuche ich mit den Trainern die Eltern einzelner Spieler. Dabei sehe ich in was für schwierigen und für uns unvorstellbaren Verhältnissen (teilweise Holzhütten) in dem tropischen Klima der Alltag gemeistert werden muss. Wie ich es selber erlebe, die Hitze kann ein grosser Bremsklotz für effizientes Arbeiten sein. Grenzerfahrungen sind wenn ich jeweils persönlich mit den Eltern der Spielerinnen und Spieler Gespräche führe. Die Eltern und Spieler wissen genau, dass ich es in vielen Lebensbereichen viel einfacher habe als Sie. Trotzdem die ehrliche Gastfreundschaft, Ausstrahlung und Herzlichkeit der Kubaner gegenüber mir, verdient grössten Respekt. Dieser Konfrontation ist man als Ausländer in Camagüey täglich ausgesetzt. Ein Spannungsfeld meiner Herkunft spürte ich deswegen bis jetzt nie.

PROPUESTA DE ACCIONES EN LOS BARRIOS_A.K
CAMAQUITO reunion tecnicos_25.05.2011

Mädchenfussball
“Futbol femenino” hat viel Potenzial. Bis jetzt hat es eine Frauenmannschaft. Einige Spielerinnen von Camagüey sind sogar in der kubanischen Nationalmannschaft. Es hat zahlreiche Mädchen, die entusiastisch Fussballspielen, die jedoch wie ich gesehen habe in den Barrios verstreut sind und daher schwer ist Mannschaften zu bilden. Zur Zeit spielen die Mädchen oft mit den Knaben. Ziel ist es nebst der sehr guten ersten Frauenfussballmannschaft Camagüey‘s, die ich während einer Woche trainierte, noch mehr Mädchenmannschaften nach Alterstufen und Stärkeklassen zu bilden. Wegen der Sicherheit muss im Gegensatz zu den Knaben, bei den Mädchen noch mehr auf den Ort des Fussballfeldes geachtet werden. Ausserdem der Kontakt zu den Eltern muss häufiger gepflegt werden.

MEDIOS DE FÚTBOL

Frauenfussballmannschaft (einige Spielerinnen sind abwesend)

Kinderfussballturniere in den Quartieren “Copa Infantil Camaquito“
Der Copa Infantil Camaquito hat bereits angefangen. Die Finalspiele finden in Zusammenhang mit den Hauptanlässen der 10 Jahres Camaquito Jubiläumsfeier statt. Prominenz aus Havanna und der Schweiz in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Sport, Presse und Kultur werden anwesend sein. An diesem Turnier werden sich  Kinderfussballmannschaften (8-11 jährig) der 5 Barrios  messen. Pro Barrio hat es bis zu 80 fussballbegeisterte Kinder. Im Zusammenhang mit „Futbol en los barrios“ soll der Copa Infantil Camaquito“ ein Testlauf für einen kontinuirlichen Spielbetrieb zwischen den Barrios sein.

U-11 Fussballmannschaften der 5 Quartiere

Barrio “Lenin”

 

Barrio “Mella”

 
 

Barrio “Centro”

 

Barrio “Vigia”

Barrio “Agramonte”

DSCN1770

Obwohl in Kuba mit Sport kein Geld verdient werden darf, ist die Leidenschaft in diesem schönen Land für den Sport ungebrochen gross. Es sind mir schon ein paar kubanische Sportler Persönlichkeiten über den Weg gelaufen, mit denen ich interessante Gespräche führen durfte. Einen speziellen Verdienst für die sportliche Leistungen hat keiner bekommen. Sport ist oft die einzige Herausforderung im Alltag eines Kubaners und wenn man die erwähnten sehr bescheidenen Lebensverhältnisse beachtet, eine sehr gute Ablenkung. Das sieht man jeweils an den hervorragenden sportlichen Resultaten an den Olympiaden. Kuba gemessen an der Bevölkerung sammelt jeweils überdurchschnittlich viele Medaillen. Baseball ist nach wie vor Nationalsport Nr. 1, Fussball wird immer populärer.

Selten habe ich soviel Leidenschaft bei einer  Tätigkeit gesehen, wie bei den “fútbol en los barrios” Kindern, wie ich diese bis jetzt in Camagüey erleben durfte. Das motiviert auch mich persönlich bei der Arbeit für Camaquito, da die Bedingungen alles andere als einfach sind. Damit meine ich das Klima, Infrastruktur, Logistik und Kommunkation.

Camaquito 10 Jahres Feier in Kuba
Die 10 Jahres Jubiläumsfeier ist für Camaquito ein sehr wichtiger Anlass. Wie bereits erwähnt Prominenz aus Havanna und der Schweiz in den Bereichen Politik (u.a. Schweizer Botschafter), Sport (u.a. Jörg Stiel, Stefan Schärer), Presse und Kultur werden anwesend sein.

Agenda:
Dienstag 21. Juni 2011
Acto Oficial => Museo Principal
Funcion Ballet de Camagüey => Teatro Principal

Mittwoch 22
. Juni 2011
Visita Escuela Especial Ciego => Escuela Especial Ciego
Almuerzo con Andarte => Bodegon
Final “Copa Infantil Camaquito => Patricio Lumumba
Comida con Sinfonica Infantil => Campana Toledo
Funcion La Andariega => Tarima Camaquito
Conciertos => Tarima Camaquito

Donnerstag 23. Juni 2011
Visita Materno => Materno
Visita Escuela Gimnasia => Escuela Gimnasia
Rumbata y niños => Tarima Camaquito
Conciertos => Tarima Camaquito

Leute / Alltag / Freizeit:
Camagüey ist nicht der Ort wo sich Turisten lange aufhalten. Camaquito nutzt diese Gelegenheit jeweils vor Ort die Organisation mit einer Präsentation den durchreisenden Turisten vorzustellen. Da die die jährliche Besucherzahl bei den Camaquito Projekten auf über 100 gestiegen sind, hat der Staat eingegriffen, d.h. man hat nicht mehr ohne weiteres Zutritt zu Schulen, Spitäler oder kulturelle Einrichtungen, die Camaquito unterstützt, weil der Störfaktor zu gross wurde. Camaquito freut das grosse Interesse natürlich und würden gerne zukünftigen Spendern mehr zeigen, wir müssen aber natürlich auch gewährleisten, dass die Kinder in den Schulen nicht gestört werden und die Einheimischen sich auf Ihre Arbeit konzentrieren können.

In der Stadt fällt man als Ausländer auf. Höflichkeit, sehr gut gebildet und stolz sind die ersten Eigenschaften, die mir bei den Kubanern aufgefallen sind. Sehr positiv ist das stark integrierte Zusammenleben zwischen den verschiedenen Altersklassen, Hautfarben, Berufsklassen, etc.. Man spürt überhaupt keine gesellschaftliche Unterschiede.

 

Kubas Alltag beeinhaltet vorallem für einen Ausländer immer wieder Überrschungen, was den Einsatz nicht einfacher, dafür umso spannender macht, z.Bsp. Kommunikation. Oft geht viel Zeit verloren, bis man die Person erreicht oder ein Dokument übergeben kann. Der Umgang mit Papier ist generell sehr sparsam. Internet und Natel sind sozusagen inexistent. Viele Kubaner haben ein Natel, jedoch keine Linie (kein Empfang). Man muss minimum 5 CUC (ca. 5 CHF) pro Monat credit kaufen, sonst wird die Linie abgebrochen. Bei einem durchschnittlichen kubanischen Montaslohn von ca. 17 CUC (ca.17 CHF), ist es verständlich, dass nur wenige Kubaner eine Linie sich leisten können. Internet funktioniert nur über die Telefonleitung, d.h. sehr langsam, wenn es überhaupt funktioniert. Das Klima ist feucht tropisch und die Luft oft staubig. Stromausfälle gibt es mehrere Male pro Woche.

Nebst den Besuchen in den Barrios während der Fussballtrainings der “fútbol en los barrios” Kindern, spiele ich selber bei einer einheimischen Mannschaft. Ich bekam auch den Charakter des kubanischen Fussballs sofort zu spüren. Der Fussball in Kuba wird viel agressiver und physischer als in Europa gespielt, ohne das die Technik zu kurz kommt. Viele Fussballer hatten mit Kampfsport, wie z.Bsp. mit Boxen, Judo oder Ringen angefangen, bevor diese zum Fussball wechselten. Das spürt man während des Spiels besonders, jedoch keineswegs auf unfaire Art und Weise.

Die zahlreichen elektrischen Roller auf den Strassen Camagüeys überraschten mich. Diese Art von Konsequenz ist typisch für Kuba. Es erinnert mich daran, als ich vor 3 Jahren in Kuba war. Damals wurden rigoros alle alten Kühlschränke durch stromsparendere Modelle vom Staat ersetzt. Das Strassenbild ist von Oldtimers, Lada’s, russischen Motorrädern Marke „Minsk“, Velos jeglicher Art, vorallem auch „bici taxi“ und mit Passagieren überfüllte LKW‘s (umfunktioniert als öffentliches Verkehrsmittel) und den erwähnten elektrischen Rollern geprägt.
Präsenz ist sehr wichtig, d.h. die Camaquito Tage sind oft sehr lange, d.h. 7 Tage Arbeitswoche. Man grüsst sich sozusagen immer per Handschlag bei den Damen 1 Wangenkuss. Es ist überall laut. Sei es wenn die Leute miteianander sprechen, Musik, Fernseher, Aufführungen etc.. In einigen Lokalen weisen sogar Schilder hin, dass man nur mit „baja voz“ (leiser Stimme) sprechen darf. Das kubanische Spanisch „cubañol“ ist nicht einfach verständlich. Jeden Tag lerne ich neue Wörter bzw. Oft kenne ich die Wörter, jedoch werden diese in einem anderen Zusammenhang angewendet.

Rumba Konzert
Live konnte ich ein Rumba Konzert einer 11 köpfigen Band erleben. Fotos hatte ich keine gemacht, weil es nicht passend gewesen wäre. Als Beilage sende ich Input über den Hintergrund des Rumbas und die Instrumente, die benützt wurden. Interessant war auch der starke afrikanische Einfluss der Musik. Auch hier war wieder sehr gut ersichtlich die positive Durchmischung des Publikums und Musikgruppe, egal welcher Hautfarbe.
Rumba (source: web page www.salsastudio.ch)

Ballett Camagüey Aufführung
Die von Camaquito unterstützte weltbekannte Balletschule “El Ballet de Camagüey” gab im Teatro Principal in Camagüey die Aufführung „Carmen“. Nachdem ich die Balletschule nur von Trainings her kannte, sah ich den ersten live Auftritt. Obwohl ich mich nicht als Balletexperte bezeichnen möchte, sah ich keine Unterschiede zu dem was ich bisher im Zürcher Opernhaus gesehen hatte. Erwähnenswert die Trainingsbedingungen in tropischen Klima sind alles andere als einfach.

Ballettschule Camagüey beim Training

Zum Schmunzeln…
Etwas was man hier schnell lernt, Velo oder Motorrad nie an der Sonne stehen lassen. Man merkt es spätestens wenn man sich auf den heissen Sattel setzt warum…

Fitness: das erste Mal im „fitness center“, keine 5 min dort, riss ich die Sprossenwand aus der Verankerung. Von da an wurde mir ein Instruktor zugeteilt, ein ex-Boxer, der nun mich in das kubanische Krafttraining einführt. Gewichte heben ist das eine, das andere aufpassen, dass die Gewichte, die an der Stange ungesichert sind in balance zu halten das andere.

Als eines Tage bei einem Bahnübergang einen Zug vorbeifuhr, dachte man  nicht viel dabei. Dieser stopte jedoch, die Lokomotive wurde abgehängt, die Wagen blieben vor dem Bahnübergang stehen…keine Chance für ein Weiterkommen. Selbst die Einheimischen waren verblüfft.

Es ist empfehlenswert die Verkehrsregeln in Camagüey zu beachten. Es hat zwar keine Radarkasten, die Polizei ist jedoch sozusagen bei jeder Strassenkreuzung present. Wenn man eine Busse vermeiden möchte, sollte man bei jedem Stopsignal in der verwinkelten Stadt den Fuss abstellen, auch mit dem Velo.

Zusammenfassung:
Obwohl die Kubaner definitiv Weltmeister beim improvisieren sind, stellen die grossen Mängel in der Infrastruktur in allen Lebensbereichen grosse Probleme dar. Man sieht hier sozusagen keine neuen Gebäude, sozusagen alles wird wiederverwendet. Ein Beispiel, das Nachbarhaus wird seit mehr als einem Jahr abgebrochen. Vor einigen Tagen hatte ich gesehen  warum es solange dauert. Jeder einzelne Backstein wird versucht wieder zu  verwenden.
Sport bietet eine positive Ablenkung des nicht einfachen kubanischen Alltags. Vor allem kann man dadurch wichtige soziale Kontakte und persönliche Beziehungen schaffen. Die Gespräche mit den Eltern der Fussballspieler beeindrucken mich sehr und verdienen höchsten Respekt. Sie wissen genau von wo ich komme und trotzdem kommt ehrliche Gastfreundschaft und Herzlichkeit von diesen Personen bei mir an.

Die Hauptaufgabe von Camaquito ist die Kinder dort zu unterstützen, wo die Hilfe am effizientisten umgesetzt werden kann. Die kubanische Regierung kooperiert sehr gut mit den Camaquito Projekten, was als ausländische Institution alles andere als selbstverständlich ist. Die erfolgreichen realisierten Projekte unterstreichen das gute Teamwork zwischen Kuba’s Staat, der Provinz Camagüey, Camaquito und den grosszügigen Spendern. Wenn die Zusage der Behörden für ein Projekt erfolgt, übernimmt automatisch der Staat die Verantwortung für die Vollendung des Projektes. Eventuelle höhere Projektkosten, d.h. nicht genügend Spendengelder werden vom Staat abgedeckt. Es wird kein Spendengeld ausgegeben bevor Camaquito nicht die Bestätigung der kubanischen Behörden hat.

So können wir den Camaquito Spendern versichern, wenn ein Projekt von den Behörden akzeptiert ist, die Projekte 100% realisiert werden und die Spendengelder 1:1 eingesetzt werden.

Der nächste grosse Camaquito Event wird die 10 Jahres Feier sein, die von 21.- 23 Juni 2011 stattfindet. Die Vorbereitungen auf das dreitägige Fest laufen auf Hochtouren. Wir freuen uns Prominenz aus Havanna und der Schweiz in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Sport, Presse und Kultur begrüssen zu dürfen.

Hasta Pronto, Andy

About Camaquito Cuba

Persönliche ehrenamtliche Einsätze und Erlebnisse in Zusammenhang mit der Kinderhilfsorganisation Camaquito in Kuba Personal local assignments (volunteer) in Cuba and experiences in connection with the NGO Camaquito. Experencias personales como voluntario con la ONG Camaquito en Cuba. Los niños primero / "seit 2001 setzt sich Camaquito für Kinder und Jugendliche in Kuba ein" Kinderhilfsorganisation Camaquito Andreas Keller, Finanzchef & Vorstandsmitglied Büro Cuba: Camaquito / Mark Kuster, Geschäftsführer & Gründer Calle 1ra Paralela, Casa E, No. 1 entre 1ra y 2da Reparto Julio Antonio Mella 70300 Camagüey / CUBA Tel. +53 32 27 01 57 Büro Schweiz: Kinderhilfsorganisation Camaquito Nidelbadstrasse 82 CH-8038 Zürich Tel. +41 43 300 33 90 www.camaquito.org, www.vivaelfutbol.org Spendenkonto: PC 90-161400-1, IBAN CH69 0900 0000 9016 1400 1
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